Reisen

  • Gestern besuchte ich das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, das im Wesentlichen um den als "Ötzi" verunglimpften Mann der Kupfersteinzeit herum konzipiert ist. Am verstörendsten ist die dort gezeigte Tatsache, dass es Keksausstecher in Form der Dörrleiche gibt, als die er vor etwa 30 Jahren im Eis gefunden gefunden wurde. Bis sich beim Betrachten des nächsten Schaukasten herausstellt, dass Brad Pitt den Umriss der Feuchtmumie sogar auf seinem Unterarm tätowiert trägt. Aber der war ja auch mit Angelina Jolie verheiratet.

    Oetzi web

    tzi Keksform web

  • Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.

    Gedenkplakette am Fundament der Reste der ehemaligen Lagebaracke

    Die Reste der Lagebarracke, in der die Bombe damals detonierte

    Die Situation in der Lagebaracke, kurz vor der der Detonation der Bombe. Im Vordergrund steht am Fuß des Tisches Stauffenbergs Aktentasche mit der Bombe
  • Gestern besuchte ich das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, das im Wesentlichen um den als "Ötzi" verunglimpften Mann der Kupfersteinzeit herum konzipiert ist. Am verstörendsten ist die dort gezeigte Tatsache, dass es Keksausstecher in Form der Dörrleiche gibt, als die er vor etwa 30 Jahren im Eis gefunden gefunden wurde. Bis sich beim Betrachten des nächsten Schaukasten herausstellt, dass Brad Pitt den Umriss der Feuchtmumie sogar auf seinem Unterarm tätowiert trägt. Aber der war ja auch mit Angelina Jolie verheiratet.

    Oetzi web

    tzi Keksform web

  • Gestern besuchte ich das Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen, das im Wesentlichen um den als "Ötzi" verunglimpften Mann der Kupfersteinzeit herum konzipiert ist. Am verstörendsten ist die dort gezeigte Tatsache, dass es Keksausstecher in Form der Dörrleiche gibt, als die er vor etwa 30 Jahren im Eis gefunden gefunden wurde. Bis sich beim Betrachten des nächsten Schaukasten herausstellt, dass Brad Pitt den Umriss der Feuchtmumie sogar auf seinem Unterarm tätowiert trägt. Aber der war ja auch mit Angelina Jolie verheiratet.

    Oetzi web

    tzi Keksform web

  • Nachdem ich den Alpenhauptkamm nach Italien überquerte und noch einige weitere Pässe hoch-, runter-, hin- und wieder herkurvte, lebe ich nun in klarer, trockener Luft über den Wolken ganz oben auf dem Zauberberg, weswegen ich nun jeden Abend Sonnenbrand habe.

  • Nachdem ich den Alpenhauptkamm nach Italien überquerte und noch einige weitere Pässe hoch-, runter-, hin- und wieder herkurvte, lebe ich nun in klarer, trockener Luft über den Wolken ganz oben auf dem Zauberberg, weswegen ich nun jeden Abend Sonnenbrand habe.

  • Letzten Monat versuchte ich auf einer Wanderung durch die masurischen Wälder mich nur nach dem Sonnenstand zu orientieren und schaffte es so nur mit Mühe vor Nachteinbruch nach Hause. Mit meiner Herberge hier auf dem Gipfel kann das nicht passieren. Einfach immer hoch.

  • Letzten Monat versuchte ich auf einer Wanderung durch die masurischen Wälder mich nur nach dem Sonnenstand zu orientieren und schaffte es so nur mit Mühe vor Nachteinbruch nach Hause. Mit meiner Herberge hier auf dem Gipfel kann das nicht passieren. Einfach immer hoch.

  • Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft

     

  • Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

    Fleischwolf web

  • Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

    Fleischwolf web

  • Ewig hat die Zulassung für mein neues Motorrad (BMW F800 GS) gedauert. Erst kurz vor meinem geplanten Reisebeginn kam dann doch noch der erlösende Anruf meines Händlers, dass die Frankfurter Zulassungsbehörde nach einem Monat endlich ihres Amtes gewaltet hat. Am nächsten Tag dann noch schnell die Versicherung abgeschlossen und am Tag darauf ging es los Richtung Osten. Ziel dieser Sommereise im Corona-Jahr 2020 sind die polnischen Masuren im ehemaligen Ostpreußen. Die Fahrt führte mich bislang durch den Spessart, den Frankenwald in das sächsische Polen2020 Geradeaus webErzgebirge. Weil ich mich völlig auf ihren Nebenstrecken verbummelt hatte, ging die Fahrt bis in die dunklen Abendstunden. Die letzten zwei Stunden waren dabei dann auch noch richtig miserabel. Übernachten wollte ich im teschechischen Teil des Erzgebirges in einem Waldgasthof kurz hinter der Grenze. Den erreichte ich aber erst weit nach Anbruch der Dunkelheit. Zuvor hate mich die Fahrt in strömendem Regen über eine kruvige Straße durch dunklen Wald geführt. Teilweise fuhr ich in den Wolken oder durch aufsteigende Neblschwaden. Führ das Anlegen der Regenkombi war es längst zu spät. Motorradjacke und Hose haben standgehalten, die Handschuhe waren durchgeweicht und haben ihre schwarze Farbe großzügig an meine Hände abgegeben. Trotz der besten Ausrüstung: Jedem der einen Kopf hat, läuft irgendwann auch mal das Wasser in den Kragen.

    Am nächsten Tag wollte ich aus meinen Fehlern lernen und nach längerem Missbrauch des Badezimmerföns, um Handschuhen, Halstuch und Socken wenigstens einen Teil der Feuchtigkeit auszutreiben, zwängte ich mich in den geliehenen Motorrad-Regenoverall. Der ist aus Gummi und schützt nicht nur vor Feuchtigkeit sondern auch vor dem Wind, der mich mit meinen klammen Kamlotten schnell ausgekühlt hätte.

    "Montag Ruhetag"

    Eine deutsche gastronomische Unsitte ist der Rugetag am Montag. Nicht, das ich nicht den fleißigen Gaststättenbetreibern einen freien Tag pro Woche gönnen würde. Nur halt nicht allen gleichzeitig am Montag. In strukturschwachen, grenznahen Regionen wie dem Fichtel- und Erzgebirge kann das nämlich schnell bedeuten, ohne Abendessen ins Bett zu müssen. In einem Lausitzstädtchen bekam ich dann doch noch ein "Rostbrätl", das so durchwachsen war, wie das Wetter. Der mittägliche Tankstopp wäre die ideale Gelegenheit gewesen, die wasserdichte Regenkombi anzulegen, statt zu hoffen, dass es nur bei ein paar Tropfen bleiben werde. Das tut es nämlich nie. Und während der Gummi-Overalle hinten im Top-Case wohlig warm und trocken in seiner Baumwolltasche ruhte, fuhr ich in der Gischt der vorausfahrenden Lastwagen in prasselndem Regen 150 Kilometer auf der Autobahn und zahlte für dieses Vergnügen auch noch Maut.

    Polen2020 Regenkombi webNatürlich regnete es auch auf der einsamen Landstraße auf der ich alleine solange geradeaus gefahren bin, dass ich stundenlang nicht mehr die Stimme von der Frau im Navi zu hören bekam und befürchtete, mein Fluchen hätte sie beleidigt. Auf dieser endlos langen, geradlinigen Waldstraße konnte man  nichts anderes tun als geradeaus zu fahren. Der Versuch kurzzeitig anzuhalten, endete mit Flucht. Schon beim Absteigen vom Motorrad hatte ich die Schwärme von Mücken gesehen, die offensichtlich harmlos waren, weil sie sich anscheinend nicht für mich interessierten. Das war eine Minute bevor sie mich und das Motorrad bedeckten und sich derart in uns beide verbissen, dass mir beim Tippen dieser Zeilen immer noch die Hände von den Stichen jucken. Während ich das Helmvisier nach dem ersten Stich in die schnell zuschlagen konnte, ließen sich die klatschnasse Lederhandschuhe nur schwer überstreifen und das Dilemma war mit der einen Hand den Handschuh überstreifen oder die Mücken wegschlagen, die zum Stich in die unbehandschuhte Hand angesetzt hatten.

    Zuhause in der Regenkombi

    Am Morgen des dritten Tages wachte ich nach gerechtem Schlaf in einem Hotelzimmer im zentralpolnischen Posen auf. Der Blick aus dem Fenster zeigte Wolken und die Wetter-App Regenwahscheinlichkeit von 33 Prozent. Der Widerwille mich heute in die Regenkombi zu zwängen überwog erneut. Irgendetwas musste ich aber unten aus einem der Motorrad-Koffer holen und wurde dort von Regentropfen begrüßt, so dass von ihnen ein großer Teil meiner Argumentationskette gegen die Regenschutzkleidung aufgelöst wurde. In voller wasser- un ddamit beinahe auch luftdichter Montur und Helm auf dem Kopf die Koffer zu schleppen, aufs Motorrad zu wuchten und jenes herumzurangieren ist überhaupt kein Spaß.

    Die folgenden Stunden zeigten aber, wie wertvoll die Entscheidung für die das himmelfarbene Gummizeug. Irgendwann ist es dann sogar eine interessante Erfahrung, durch den strömenden Regen zu peitschen und bis auf eine feuchte am Hals komplett warm und trocken zu bleiben.
    Als es zum Mittag aufklarte packte ich das Regenzeug ordentlich weg. Als dann gegen Nachmittag und nur 60 Kilometer vor meinem Ziel bedrohliche, dunkelblaue vor mir am Himmel standen, war ich so übereifrig, dass ich auf freier Strecke hielt, um mich erneut in die wasserdichte Kluft zu hüllen. Es regnete dann aber nicht einen Tropfen. Währned ich nun am westlichen Weichselufer sitzend diese Zeilen tippe, gewinnt die Sonne die Überhand und auch der Wetterbericht verheißt zwei, drei sonnige heiße Augusttage, die ich in Pommern mit Streifzügen zur Ostsee und Erkundung der Ordenritterfeste in Marienburg (Malbork) verbringen werde.

  • Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.

    Gedenkplakette am Fundament der Reste der ehemaligen Lagebaracke

    Die Reste der Lagebarracke, in der die Bombe damals detonierte

    Die Situation in der Lagebaracke, kurz vor der der Detonation der Bombe. Im Vordergrund steht am Fuß des Tisches Stauffenbergs Aktentasche mit der Bombe
  • Heute war ich an einem Ort, der ein Wendepunkt der Geschichte hätte werden können. Mit dem nach allem, was bis dahin schon geschehen war, noch millionenfach Leben geschont und Leid vermieden worden wäre.

    Gedenkplakette am Fundament der Reste der ehemaligen Lagebaracke

    Die Reste der Lagebarracke, in der die Bombe damals detonierte

    Die Situation in der Lagebaracke, kurz vor der der Detonation der Bombe. Im Vordergrund steht am Fuß des Tisches Stauffenbergs Aktentasche mit der Bombe
  • Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
  • Derzeit bin ich im umgebauten Stall eines Gutshauses untergebracht. Dort beben allabendlich die betagten Balken, wenn ich mit dem ausliegenden Corona-Hygienekonzept bewaffnet die Wände hochspringe und nach Stechmücken schlage. Meine Trefferquote ist gut, denn in der masurischen Seenlandschaft sind sie taubengroß.

    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
    Bilder von Wildenten an den Wänden und Mücken so groß wie Tauben in der Luft
  • Gibt's bei uns im Media Markt eigentlich auch ein ganzes Regal mit Fleischwölfen? Hier in Polen schon. Neben dem mit den Wurstschneidemaschinen.

    Fleischwolf web

  • Nachdem ich den Alpenhauptkamm nach Italien überquerte und noch einige weitere Pässe hoch-, runter-, hin- und wieder herkurvte, lebe ich nun in klarer, trockener Luft über den Wolken ganz oben auf dem Zauberberg, weswegen ich nun jeden Abend Sonnenbrand habe.

     

  • Letzten Monat versuchte ich auf einer Wanderung durch die masurischen Wälder mich nur nach dem Sonnenstand zu orientieren und schaffte es so nur mit Mühe vor Nachteinbruch nach Hause. Mit meiner Herberge hier auf dem Gipfel kann das nicht passieren. Einfach immer hoch.