"Im Schatten des Hauses, in der Sonne des Flußufers bei den Booten, im Schatten
des Salwaldes, im Schatten des Feigenbaumes wuchs SIDDHARTA auf,..."
Ein Werk, das ich in vielen Teilen auswendig kann und bei dem ich besonders dankbar bin, noch eine Karte für die Vorstellung  im Schauspiel Frankfurt bekommen zu haben.

Für einen Steinfußboden unangemessen angezogen sitze ich gerade im Frankfurter Kulturausschuss, der coronabedingt im Ratskeller des Römers stattfindet. Es geht um die Standort- und Variantenuntersuchung für den Neubau der Städtischen Bühnen und ich hätte Socken anziehen sollen.

Auch am Ende der zweiten Woche empfinde ich die pandemische Häuslichkeit kein bisschen langweilig oder spannungsarm. Vielmehr ist mir endlich klar geworden, dass die von den Hethitern verwendete Keilschriftvariante der altbabylonischen Kursive viel näher steht, wie sie etwa in den Schreiberschulen Obermesopotamiens und Nordsyriens gebraucht wurde.

Heute Abend habe ich es in die letzte Vorstellung von "Peer Gynt" im Schauspiel Frankfurt geschafft und sehe in den nächsten 4 1/2 Stunden!, wie er auf seiner Reise dem Trollkönig und seinem Hofstaat begegnet, als Sklavenhändler reich wird, sich in der afrikanischen Wüste als Prophet ausgibt und von den Insassen einer ägyptischen Irrenanstalt zum Kaiser ausgerufen wird.

Auf dem Neujahrsempfang der Stadt Frankurt kann heute jemand mal ein Paar Würstchen extra essen. Die sind übrig, weil ich stattdessen beim Jubiläum des Fritz Bauer Instituts bin, das nun seit 25 Jahren die Geschichte und Wirkung des Holocaust untersucht und dokumentiert.

Selten ist die Frankfurter Paulskirche so voll wie heute. Dort erinnern wir gerade in einer Gedenkstunde an die Pogromnacht 1938.

Die war an einem Donnerstag wie heute.

MELLI REDET MIT 17. Ausgabe am Freitag, den 13. September 2019 um 19.30 Uhr

Es ist wieder soweit. Der lange heiße Sommer geht zu Ende. Raus aus dem Pool jetzt, denn MELLI REDET MIT geht in die 4.Saison. Und das ist auch gut so.

20190912 Melli redet mit

Bild: Niko Neuwirth

Denn es gibt so tolle, interessante, talentierte, mehr oder minder berühmte Kulturschaffende und Künstlerinnen und Künstler in dieser Region, die trotz all ihrem Können, ihrem Witz, ihrer Begabung und ihrer Leidenschaft für das was sie tun, immer noch nicht bei Jan Böhmermann sitzen oder wenigstens bei Meyer-Burkhardt oder Ina Müller.
Ich kann ein Lied davon singen. Und das mach ich auch wieder. Das ist gewiss.
Gewiss ist auch, dass meine Gäste so spannend, wie illuster sind.
Freut Euch auf:
JESSICA PURKHARDT - Politikerin, Journalistin, Asienkennerin,
JAN PETER SCHWALM – Komponist, Musikproduzent, Soundbastler und
JÖRG BECKER – Kleiner Mann mit Witz und Verstand

Tickets: https://theater-alte-bruecke.reservix.de/events

Jessica Purkhardt, Politikerin, Journalistin, Asienkennerin, große Frau mit Engagement, Mut und Motorrad.
Ein Unikum in der Frankfurter Kulturpolitik. Fraktionsvorsitzende und Geschäftsführerin der Grünen im Römer und unglaublich viele Ämter, die sich mit Kultur, Sicherheit, queeren Angelegenheiten, AIDS-Hilfe, Katastrophenschutz und vielem mehr beschäftigen.

Außerdem arbeitet sie als Journalistin, wäre aufgrund ihrer ehrenamtlichen Arbeit als Rettungssanitäterin fast Professorin in Bangkok geworden und ist beinahe neben Silvester Stallone in Rambo 4 durch den dortigen Dschungel gestapft. Aber das war ihr dann doch zu popelig. Alles weitere am 13. September...

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher, verehrte Kolleginnen und Kollegen!

Wie passt das Graffiti „Kein Mensch muss Bulle sein“ zur Kampagne des Präventionsrates, die lautet „Frankfurt zeigt Respekt“ und unter anderem die Wertschätzung von Menschen, die ihren Dienst in Uniform versehen, befördern möchte. Ich kann es Ihnen sagen, das passt natürlich nicht.

Ist dieses Graffiti durch die Kunst- beziehungsweise Meinungsfreiheit gedeckt? Ja. Es handelt sich allerdings, Frau Busch hat das eben schon gesagt, um eine aufgesprühte Comicfigur, die übrigens auch eine Pistole auf sich selbst richtet und sich in der Nähe des Polizeirevieres befindet, das zum Ziel der Gewaltexzesse am Tag der EZB-Eröffnung wurde. Es ist durchaus in Zweifel zu ziehen, ob vielleicht der Wunsch nach Provokation dem Streben nach größtmöglicher Ästhetik in diesem Fall überwiegt.

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"Schöne Dinge sind einfach schön.
Wer weiß, sieht es nicht. Aber ohne es zu sehen, weiß man nichts. Besser als zu erklären, wann, wo und wie ein Gegenstand benutzt wurde, sollte es ausreichen, einfach zu sagen, dass er schön ist. Entsprechend ist das Herz der Volkskunst, Schönheit in den handgemachten, alltäglichen und von unbekannten Handwerkern hergestellten Gebrauchsgegeständen zu sehen.
Schönheit hat keine Grenzen."

                             Taro Maruyama

So steht es im Eingangsbereich des Matsumoto Folkcraft Museum. Ein kleines Museum, das sich der Bewahrung und Sammlung von kunsthandwerklichen Alltagsgegenständen verschrieben hat. In den offiziellen Sightseeing-Broschüren, in meinem Reiseführer und auch beim Online-Portal TripAdvisor kommt dieser Geheimtipp aber leider gar nicht vor. Ich habe auch nur von einer Freundin von diesem kleinen Museum erfahren. 

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