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Heute bin ich in der ersten vollbesetzten, mundnasebedeckten Plenarsitzung der Stadtverordnetenversammlung, seit die Misere losging. In den gläsernen Mainarcaden der Stadtwerke, über denen gerade ein ergiebiger Landregen niedergeht.

jessica purkhardt illu

Glücklich wie ein Kind, das ein Vogelnest entdeckt hat, bin ich darüber, dass endlich die Szene-Lokale teilweise und unter Einschränkungen wieder öffnen dürfen, und ich bekenne mehr mit dem Herzen als mit dem Verstand: In der pandemischen Notwendigkeit, die Orte von Subkultur und queerem Zusammensein zu schließen, habe ich eine empfindliche Störung meiner sozialen Gewohnheiten erlebt.

Selbstverständlich haben wir alle die Zeit sinnvoll genutzt und sind vor lauter Sport nun topfit, können eine Fremdsprache mehr, haben sogar die Schränke hinten und von unten Staub gewischt, heimgewerkt und regalweise Bücher gelesen. Doch nun, muss ich gestehen, ist mein Geist von so viel Lebensmuße gesättigt wie ein rüstiger Mann vom Ruhen im warmen Sand. Man möchte aufspringen und nach so viel selbstbestimmter Annehmlichkeit auch wieder Anregung und Aufregung erfahren.

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Auch am Ende der zweiten Woche empfinde ich die pandemische Häuslichkeit kein bisschen langweilig oder spannungsarm. Vielmehr ist mir endlich klar geworden, dass die von den Hethitern verwendete Keilschriftvariante der altbabylonischen Kursive viel näher steht, wie sie etwa in den Schreiberschulen Obermesopotamiens und Nordsyriens gebraucht wurde.

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